Erfolgsfaktor im Lebenslauf

Aufgaben vs. Erfolge: So präsentieren Sie sich richtig

Hören Sie auf, Ihre Job-Beschreibung aufzulisten

Öffnen Sie Ihren aktuellen Lebenslauf. Was steht unter Ihrer letzten Position? Wenn dort Sätze beginnen wie „Zuständig für…“, „Mitarbeit bei…“ oder „Aufgabenbereich:“, machen Sie den größten Fehler von allen: Sie listen Aufgaben auf, nicht Erfolge.

Als erfahrene Personalberater können wir Ihnen sagen: Ihre Aufgaben sind uns egal.

Wir wissen, was ein „Marketing Manager“ tut. Das steht in der Job-Beschreibung. Wir wollen wissen: Wie gut waren Sie in diesem Job? Welchen Wert (Impact) haben Sie für das Unternehmen geschaffen?

Warum „Aufgaben“ Sie unsichtbar machen

Eine Aufgabenliste ist passiv. Sie sagt nur, was von Ihnen erwartet wurde. Sie differenziert Sie nicht von den 50 anderen Bewerbern, die exakt dieselben Aufgaben hatten.

  • Beispiel (Schlecht / Aufgabe): „Zuständig für die Betreuung der Social-Media-Kanäle.“
  • (Das „Na und?“-Gefühl beim Personaler: Das macht jeder. Warum sind Sie der Richtige?)

Die „Erfolgs-Formel“: So zeigen Sie Ihren wahren Wert

Erfolge sind aktiv. Sie zeigen Initiative und messbare Ergebnisse. Nutzen Sie „Impact Verbs“ (z.B. gesteigert, reduziert, optimiert, eingeführt) und, wenn möglich, Zahlen.

  • Beispiel (Gut / Erfolg): „Steigerung der Engagement-Rate um 25% durch Einführung einer neuen Content-Strategie für Instagram.“
  • (Das „Wow!“-Gefühl beim Personaler: Diese Person bringt Ergebnisse.)

Die Formel für einen perfekten „Erfolgs-Bulletpoint“ lautet:

[Aktion/Projekt] führte zu [Ergebnis (Zahl)] durch [Methode/Was Sie getan haben]

Weitere Vorher/Nachher-Beispiele

Beispiel 1: Controlling/Finance

  • Vorher (Aufgabe): „Erstellung von Monatsreports und Budget-Planung.“
  • Nachher (Erfolg): „Optimierung des Reportings-Prozesses, was zu einer Reduzierung des monatlichen Zeitaufwands um 20% (8 Stunden) führte.“

Beispiel 2: Vertrieb

  • Vorher (Aufgabe): „Betreuung von Bestandskunden und Akquise.“
  • Nachher (Erfolg): „Übertreffen des Vertriebsziels in Q3 um 15% (150.000€) durch Reaktivierung von 10 Altkunden.“

Beispiel 3: Projektmanagement

  • Vorher (Aufgabe): „Mitarbeit am Projekt Relaunch der Website.“
  • Nachher (Erfolg): „Erfolgreicher Relaunch der Website im Zeit- und Budgetrahmen durch Koordination von 3 externen Agenturen und 5 internen Stakeholdern.“

Fazit: Werden Sie vom „Mitarbeiter“ zum „Erfolgsfaktor“

Ihr Lebenslauf ist kein Protokoll Ihrer Aufgaben, sondern Ihre Marketing-Broschüre. Zeigen Sie, dass Sie ein Gewinn für das Unternehmen sind.

Das Finden dieser „Erfolgs-Nuggets“ ist der Kern unserer Arbeit. Viele unserer Kunden erkennen ihr eigenes Potenzial erst, nachdem wir mit ihnen gesprochen haben. Wir sind darauf trainiert, die richtigen Fragen zu stellen.

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